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Netzlaufwerke automatisch verbinden

Viele Windows-Nutzer arbeiten mit Netz-Laufwerken. Diese bieten eine komfortable Möglichkeit, die bestehende Ordnerstruktur auf z.B. einem NAS-Server dauerhaft im Windows-Explorer auszugeben oder in Programmen, deren Daten auf einem Netzwerkordner liegen einzubinden.

In „früheren“ Zeiten war dies kein Problem. Der Rechner wurde hochgefahren, Windows startete und die Netzlaufwerke waren da. Das Netzwerk startete in einer Geschwindigkeit, die es Windows ermöglicht zum richtigen Zeitpunkt auf das Netzwerk zuzugreifen.

Da SSD’s immer weiter auf dem Vormarsch sind, ist der Windows-Start inzwischen teilweise so schnell, dass das Netzwerk noch nicht vollständig initialisiert ist, wenn Windows versucht, die Netzlaufwerke zu verbinden.

Da dies beim Systemstart aber nur einmal passiert, zeigt Windows dann eine Fehlermeldung an.
Ausserdem kann man dann erst auf seine Laufwerke zugreifen, wenn man im Windows-Explorer einmal darauf geklickt hat. Sehr umständlich und auf Dauer einfach nervig.

Es konnten nicht alle Netzlaufwerke wiederhergestellt werden

Es kursieren hierzu im Netz die diversesten Möglichkeiten, wie man diesen Fehler beheben kann. Zuverlässig und einfach geht dies mit einer selbstgeschriebenen Batch-Datei, die man im Autostart-Ordner hinterlegt.

Die Meldung kommt danach zwar noch immer, aber wenn man einen Moment wartet, dann wird die Datei ausgeführt und die Meldung ist verschwunden, die Netzlaufwerke werden zunächst gelöscht und danach neu angelegt. Das verhindert Fehlermeldungen aufgrund von Doppelvergaben der Laufwerksbuchstaben.

Eine Batch-Datei wird folgendermaßen erstellt:

  1. Klicke auf dem Desktop mit der rechten Maustaste und gehe über „Neu – Textdatei erstellen“
  2. Die erstellte Datei nennen wir netzlaufwerke.txt
  3. Folgender Programmcode muss in der Datei angelegt werden

    @echo off
    cls
    echo Bestehende Verbindungen loeschen
    net use * /delete /yes
    echo Verbinde Netzlaufwerk
    echo.
    net use K: \\“IP-Adresse“\“Ordnerstruktur“ /user:beispiel Kennwort
    echo.
    echo Verbindung erfolgreich
    exit

    Folgende Parameter müssen angepasst werden:
    IP-Adresse wird ohne die „Anführungsstriche“ eingegeben und verweist auf den Server o.Ä.
    Ordnerstruktur wird ohne die „Anführungsstriche“ eingegeben und beschreibt den Ordner
    – user:statt beispiel den User-Namen und danach mit einem Leerzeichen dazwischen das Kennwort eingeben.
    Sollte die Meldung kommen, dass das Kennwort falsch ist, dann kann es sein, dass das Kennwort Sonderzeichen enthält, die „net use“ nicht korrekt interpretieren kann. Ich habe hier einfach ein Benutzerkonto mit Zugriff auf den passenden Ordner und einem langen Kennwort nur aus Buchstaben und Zahlen eingegeben.

  4. Anschließend muss die Datei umbenannt werden. Die Dateiendung .txt wird in .bat geändert. Ist dies nicht ohne weiteres möglich, dann sind vermutlich im Explorer noch die Ansichtsoptionen nicht angepasst. Hier gibt es den Punkt „Dateiendungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ , diesen sollte man ausschalten.
    Nun wird die Dateiendung .txt auch angezeigt und kann nach kurzer Sicherheitsabfrage geändert werden.
  5. Die Datei muss nun in den „Autostart“-Ordner im Startmenü kopiert werden.
    Diesen könnt ihr folgendermaßen aufrufen:
  1. Drücken Sie die Tastenkombination „Windows-Taste + R“.
  2. Geben Sie den Befehl „shell:startup“ ein und klicken Sie anschließend auf „OK“.
  3. Jetzt wird automatisch über den Windows Explorer der Autostart-Ordner Ihres Systems aufgerufen.

Abschließend müsst ihr die Datei nun kopieren. Nach einer Sicherheitsabfrage ist die Datei im Autostart-Ordner. Beim nächsten Neustart sollten die Netzlaufwerke nun nach einer kurzen Wartezeit automatisch verbunden werden. Es sollte hierzu einmal kurz die Eingabeaufforderung auftauchen.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit der Umsetzung und hoffe, ich konnte euch helfen.

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